Bundesliga
Bundesligafinale Rotenburg: Die Goldfinalisten stehen fest
Der SV Kelheim-Gmünd vs. SV 1935 Kriftel (Luftpistole, 12.00 Uhr) sowie SSV Kronau vs. SSG Kevelaer (Luftgewehr, 13.30 Uhr) heißen die Finalpaarungen beim Bundesligafinale in Rotenburg an der Fulda. Diese vier Teams setzten sich in zum Teil dramatischen Begegnungen durch und greifen beim 28. Bundesligafinale nach dem Meisterspiegel. Alle vier Medaillenmatches - Bronze- und Goldfinale - werden am Sonntag, 8. Februar, ab 9.00 Uhr live und kostenlos bei Sporteurope.TV übertragen, Tickets für die Göbels Hotel Arena gibt es noch an der Tageskasse.

Drei der vier Goldfinalisten kennen das Gefühl, den Meisterspiegel in den Händen zu halten: Kelheim-Gmünd (2009, 2015, 2017, 2023, 2024) und die SSG Kevelaer (2019, 2020, 2022, 2023) konnten das imposante Stück bereits fünf- bzw. viermal in Empfang nehmen, der SV 1935 Kriftel (2013, 2018) siegte zweimal. Ein ganz neues Gefühl ist es dagegen für die Schützen des SSV Kronau, die in den bisherigen 27 Auflage noch keine einzige Medaille gewinnen konnten.
In allen Teams stehen internationale und nationale Weltklasseschützen, die bei Olympischen Spielen, Welt- und Europameisterschaften Titel und Medaillen gewannen. Kriftels Fabian Otto sagte nach dem siegreichen Halbfinale: „Es gibt das ganze Wochenende nur eins: Vollgas! Wir werden alles geben, um siegreich da rauszugehen.“ Und US-Boy Gavin Barnick vom Sensationsteam Kronau meinte: „Ich habe so etwas noch nie erlebt, diese Stimmung und Atmosphäre. Wir sind natürlich begeistert. Und im Goldfinale hoffen wir auf die nächste Überraschung.“
Vor den Titelentscheidungen ermitteln die Sp.Sch.St.Seb.Pier2000 vs. ESV Weil am Rhein (Luftpistole, 9.00 Uhr) und Der Bund München vs. SV Pfeil Vöhringen (Luftgewehr, 10.30 Uhr) die Bronzemedaillengewinner.
Luftgewehr: Kronau und Kevelaer schießen um den Meisterspiegel
Die „Stech-Könige“ des SSV Kronau fordern Nordmeister SSG Kevelaer am Sonntag, 8. Februar, beim Bundesligafinale in Rotenburg an der Fulda im Goldfinale heraus. Kronau schaltete nach dreimaligem Stechen den Bund München mit 3:2 aus, Kevelaer setzte sich gegen Vöhringen mit 4:0 durch. Tickets gibt es noch an der Tageskasse, sowohl das Bronze- (10.30 Uhr) als auch das Goldmatch (13.30 Uhr) werden live auf Sportdeutschland.TV übertragen.

Halbfinals: Nordmeister gegen „Stech-Könige“
Ergebnisse Halbfinale
SSV Kronau vs. Der Bund München 3:2 (1982:1990)
SV Pfeil Vöhringen vs. SSG Kevelaer 0:4 (1977:1988)
SV Pfeil Vöhringen vs. SSG Kevelaer 0:4 (1977:1988)
Die einen standen noch nie ganz oben auf dem Treppchen und jagen diesem Traum seit einigen Jahren hinterher, die anderen waren bereits viermal erfolgreich und wollten nach zwei schwächeren Jahren wieder den Titel holen. Zwei der in den vergangenen Jahren besten Gewehrteams trafen im zweiten Halbfinale aufeinander. Den besseren Start erwischten definitiv die „Tiger“ aus Kevelaer, die lautstark von ihren Fans unterstützt wurden. Anna Janßen und Finnja Rentmeister blieben auf Seiten des Vierfach-Meisters fehlerfrei in der ersten Zehnerserie, dies gelang auf Seiten der Vöhringer nur Jiri Privratsky. Antonia Back und David Koenders, der in das Team rückte, starteten dagegen nur mit 97 Ringen und liefen somit ihren Gegnern von Anfang an hinterher. Demensprechend sah es nach einem Viertel des Wettkampfes äußerst positiv für Kevelaer aus. Aber es war ein Nervenspiel, das konnte man allein daran festmachen, dass doch des Öfteren die Neuner aufblitzten. Da dies häufiger bei Vöhringen passierte, lag Kevelaer in der Hochrechnung deutlich vorne. Amelie Kraus (Vöhringen) beendete als erste der zehn Schützen ihren Wettkampf und setzte Rentmeister 397 Ringe als Aufgabe vor. Den ersten Punkt für Kevelaer holte im Duell der ausländischen Schützen Ayonika Paul/IND, die sich 396 gegen Jiri Privratsky/CZE durchsetzte. Unmittelbar danach erhöhte Franka Janßen auf Position fünf auf 2:0 durch ihr 396:394 gegen David Koenders. Und da auch Anna Janßen (400!) und Franziska Driessen (399) punkteten, stand der souveräne 4:0-Sieg fest – Rentmeister hatte mit Kraus ausgleichen können: Ich bin sehr glücklich, dass wir im Goldfinale stehen. Das harte Training von uns allen hat sich ausgezahlt, und das ist so ein befreiendes Gefühl. Wir gehen entspannt in das Finale wie in jeden Wettkampf, wir wissen, dass wir es draufhaben und vertrauen uns gegenseitig. Ich glaube, es spielt keine Rolle, dass wir bereits viermal gewonnen haben und Kronau noch nicht. Für mich persönlich würde ein dritter Meistergewinn sehr, sehr viel bedeuten. Wir haben so viele Fans mitgebracht, für die machen wir das!“, sagte Franziska Driessen im Anschluss überglücklich.
SSV Kronau vs. Der Bund München 3:2 (1982:1990)
Natürlich gab es dieses Duell bereits in der Vorrunde, damals siegte München 3:2 (1992:1983). Dieses Mal war noch mehr Druck auf dem Kessel. Während der Favorit auf das gleiche Quintett wie im Viertelfinale setzte, gab es bei den Kronauern einen Wechsel: Max Braun rückte für Lana Wurster auf Position fünf ins Team. Die Kronauer legten auf den drei ersten Positionen mit perfekten 100-er Serien von Gavin Barnick, Larissa Wegner und Annabelle Lotter vor, die Münchener konterten ihrerseits mit 100-ern von Danilo Sollazzo, Magdalena Bauer, Hanna Bühlmeyer und Maximilian Ulbrich. Lediglich Daniel Bühlmeyer hatte bei den ersten zehn Schuss eine Neun dabei. Kronau wehrte sich, Kronau kämpfte. Lediglich auf Position fünf schlug das Pendel mehr und mehr zugunsten von Bauer gegen Braun aus. Bereits nach 24 Minuten hatte Lotter ihren Wettkampf beendet und ihrer Gegnerin Hanna Bühlmeyer 397 Ringe vorgesetzt, die gleichzog. Sollazzo beendete kurze Zeit später seinen Wettkampf mit 398 Ringen und erzwang ebenfalls ein Stechen mit Wegner. Und auch auf Position eins – sowohl Barnick als auch Ulbrich schossen 400 –hieß es Gleichstand. Das 2:0 für die Münchener brachte Daniel Bühlmeyer, der sich mit 397:396 gegen Nele Stark durchsetzte. D.h. es konnte bis zu drei (!) Stechen geben. Stechen Nummer eins ging an Kronau: Lotter setzte sich im ersten Schuss 10:9 gegen Hanna Bühlmeyer durch. Damit gingen Sollazzo gegen Wegner in das nächste Stechen. Und dieses war an Drama nicht zu überbieten: Die ersten drei Schüsse flogen allesamt in die Zehn, d.h. der vierte Stechschuss mit Zehntelwertung musste entscheiden. Doch falsch gedacht: Sollazzo legte eine 10,7 vor, Wegner zog mit dem exakt gleichen Schuss gleich. Und somit ging es in den fünften Stechschuss, bei dem unter dem Jubel der Kronauer Fans, Wegner mit 10,6:10,2 gewann und ein finales Stechen zwischen US-Boy Barnick und Ulbrich erzwang. Und natürlich setzten beide Top-Athleten ihre drei ersten Schüsse in die Zehn, sodass ein vierter Schuss über den Einzug in das Goldfinale entscheiden musste. Barnick legte eine 10,5 vor, die Ulbrich mit seiner 10,2 nicht kontern konnte. Die Stech-Könige aus Kronau zogen sensationell in das Goldfinale ein! „Ich habe so etwas noch nie erlebt, diese Stimmung und Atmosphäre. Wir sind natürlich begeistert. Und im Goldfinale hoffen wir auf die nächste Überraschung“, so Barnick.
Viertelfinals Luftgewehr: Der Süden trumpft auf
Der Süden schlägt zurück! Nach einer langen „Durststrecke“ – im vergangenen Jahr kam kein Südverein in das Halbfinale – gelang nun drei Teams aus dem Süden der Sprung in die Vorschlussrunde. Lediglich Nordmeister SSG Kevelaer hält die Fahne des Nordens hoch.
Ergebnisse Viertelfinale
SSG Kevelaer vs. SSG RWS Fürth 4:1 (1986:1978)
SV Wieckenberg vs. Der Bund München 0:4 (1978:1990)
ST Hubertus Elsen vs. SSV Kronau 2:3 (1985:1983)
SB Freiheit vs. SV Pfeil Vöhringen 2:3 (1973:1980)
SSG Kevelaer vs. SSG RWS Fürth 4:1 (1986:1978)
Die „Tiger“ aus Kevelaer, souveräner Nord-Meister, und vierfacher Bundesligameister mussten im letzten Viertelfinale als Favorit gegen die junge Truppe aus Fürth angesehen werden und sollte die „Ehre des Nordens“ retten, denn die drei anderen Viertelfinals gingen allesamt an die Südvereine. Franziska Driessen (Kevelaer) und Radek Tichy (Fürth) setzten jeweils ihren ersten Schuss in die Neun, für die anderen Athleten ging es perfekt mit Zehnern los. Dann schlichen sich aber bei fast allen Schützen „Fehler“ ein, lediglich Xenia Mund, Franziska Straßer (beide Fürth) und Finnja Rentmeister (Kevelaer) waren nach der ersten Zehnerserie makellos. Eines war 100 von 200 Wettkampfschüssen klar: Auch dieses Duell war umkämpft, die junge Fürther Mannschaft wehrte sich verbissen, in der Hochrechnung hieß es 2:2. Die Inderin Ayonika Paul machte dann das 1:0 für Kevelaer durch ihre 398 Ringe perfekt, Anna Janßen (399), Rentmeister (398) und Driessen (397) machten den am Ende deutlichen Sieg perfekt, Straßer sorgte für den Ehrenpunkt.
SV Wieckenberg vs. Der Bund München: 0:4 (1978:1990)
Der Bund München war das einzige Luftgewehr-Team in Rotenburg, das im vergangenen Jahr nicht am großen Finale teilnahm. Dennoch mussten die Münchener als einer der Top-Favoriten angesehen werden, zu gut waren die Leistungen in der Vorrunde, u.a. gelang dem einzig ungeschlagenen Team mit 1995 Ringen ein neuer deutscher Rekord. Der SV Wieckenberg, Titelträger 2024, war jedoch ein gefährlicher Gegner. Dennis Welsch startete mit einer Neun für Wieckenberg, bei den Münchenern dauerte es bis zum 27. Schuss, bis erstmals eine Neun (Sollazzo) aufleuchtete. In der Folge leuchtete bei allen zehn Schützen das ungeliebte gelbe Licht für eine Neun auf, bei den Münchenern jedoch seltener, sodass die Hochrechnung nach der Hälfte der Begegnung deutlich für die Süddeutschen sprach. Letztlich waren es Ulbrich, Sollazzo, Daniel Bühlmeyer und Magdalena Bauer (alle 398), die mit sicheren Erfolgen den Sieg des Favoriten sicherten. Das Match Hanna Bühlmeyer gegen Katrin Grabowski endete remis – natürlich auch mit 398 Ringen. Die 1990 Ringe bedeuteten Finalrekord!
ST Hubertus Elsen vs. SSV Kronau 2:3 (1985:1983)
Wer Titelverteidiger ist und eine starke Saison im Norden geschossen hat, geht auch als Favorit in das Viertelfinale mit dem Süd-Dritten aus Kronau. Zumal Elsen in Top-Besetzung mit Istvan Peni, Lea Ruppel, Denise Palberg, Linnea Schnerr und Peter Hellenbrand antrat. Doch der Start verlief nicht nach Wunsch, denn das Quintett schoss in der Zehner-Auftaktserie mindestens eine Neun auf jeder Position. Dagegen agierten die Kronauer zu Beginn äußerst zielsicher, vor allem Larissa Wegner und Nele Stark starteten mit 100 Ringen. Da aber die Teamkameraden allesamt auch Federn, sprich Neuner, ließen, deutete alles auf einen knappen Ausgang hin. Und so kam es auch: Der Punkt an Position zwei (Wegner mit 400!) ging an Kronau, die an Position drei und fünf an Elsen. Demnach hieß es nach einem 399:399 zwischen Istvan Peni und Gavin-Raymond-Leigh Barnick an Position eins sowie einem 397:397 zwischen Linnea Schnerr und Nele Stark: Ein oder zwei Stechen mussten über den Einzug in das Halbfinale entscheiden. Stark gewann Stechen Nummer eins mit 10:9 im zweiten Stechschuss, damit musste die Entscheidung im zweiten Stechen fallen. Und beide internationalen Top-Athleten trieben es auf die Spitze: Die ersten drei Schuss gingen jeweils in die Zehn, sodass es auf den vierten Stechschuss auf Zehntelwertung ankam: Und den setzte Barnick in die 10,6, Peni „nur“ in die 10,4 – damit war der Titelverteidiger raus.
SB Freiheit vs. SV Pfeil Vöhringen 2:3 (1973:1980)
Nord-Dritter gegen Süd-Zweiter und Weltmeister gegen Weltmeister! So lautete das mit Spannung erwartete erste Viertelfinale zwischen Freiheit und Vöhringen. Doch für die Niedersachsen begann das Match nicht gut: Michaela Müller-Thöle schoss als Erste und eröffnete mit einer Neun für Freiheit, weitere drei Neuner in ihren ersten fünf Schuss folgten, und auch Final-Debütant Alexander Karl kam ganz schwer in das Match (94 in der ersten Serie). Die Vöhringer starteten allesamt stabil, lediglich Jiri Privratsky auf Position zwei streute auch ein paar Neuner ein (99, 97). Im Duell der Weltmeister fiel mit dem 13. Schuss die Entscheidung: Eine 9,9, von Luftgewehr-Weltmeister Maximilian Dallinger war gleichbedeutend mit der Niederlage, denn das Weltmeister-Gegenstück bei Freiheit, die Norwegerin Jeanette Hegg Duestad, blieb erwartungsgemäß 40 Schuss lang „Neuner frei“ und beendete den Wettkampf mit einer 10,9. Dallinger konnte seine Niederlage aber verschmerzen, da auf den Positionen zwei (Privratsky), vier (Antonia Back) und fünf (Anita Mangold) sicher gepunktet wurde und damit der Sieg für Vöhringen eingetütet war. Der 397:396-Erfolg von Jolyn Beer gegen Amelie Kraus fiel dann in die Kategorie „Ergebniskosmetik“.
Luftpistole: Nord- gegen Südmeister im Goldfinale
Der letztjährige Vizemeister SV Kelheim-Gmünd und Nordmeister SV 1935 Kriftel bestreiten am Sonntag, 8. Februar, beim Bundesligafinale in Rotenburg an der Fulda das Goldfinale mit der Luftpistole. Kelheim-Gmünd setzte sich im ersten Halbfinale 4:1 gegen die Sp.Sch.St.Seb.Pier2000 durch, anschließend zog Kriftel mit dem gleichen Endergebnis nach. Tickets gibt es noch an der Tageskasse, sowohl das Bronze- (9.00 Uhr) als auch das Goldmatch (12.00 Uhr) werden live auf Sportdeutschland.TV übertragen.
Ergebnisse Halbfinale
ESV Weil am Rhein vs. SV 1935 Kriftel 1:4 (1893:1908)
Sp.Sch.St.Seb.Pier2000 vs. SV Kelheim-Gmünd 1:3 (1860:1883)
ESV Weil am Rhein vs. SV 1935 Kriftel 1:4 (1893:1908)
Titelverteidiger gegen Nordmeister! Viel mehr geht im Luftpistolensport der Bundesliga nicht. Und so versprach das Duell der jeweils zweimaligen Gewinner Spannung pur. Und es ging auch dementsprechend los: Christian Reitz legte an Position eins für Kriftel starke 98 Ringe vor, Patrick Meyer auf Position drei für Weil startete mit guten 96 Ringen und einem Vorsprung von vier Ringen gegenüber Dominik Sänger. Ruslan Lunev, der Aserbaidschaner in Diensten von Kriftel, begann mit hervorragenden 99 Ringen und hatte damit bereits sechs Ringe Vorsprung vor Cedric Grisoni. Nach der Hälfte des Wettkampfes gingen die Positionen eins und zwei an Kriftel, die drei hinteren aber an Weil am Rhein. Es war jedoch überall noch nichts entschieden, vor allem auf Position vier zwischen Enrico Schaich und Fabian Otto ging es völlig ausgeglichen zu (283:283). Schaich beendete seinen Wettkampf mit 376 Ringen, Sänger mit einem Ring weniger auf Position drei für Kriftel. Die hatten in der Zwischenzeit das Match laut Hochrechnung in ein 4:1 gedreht, es kam aber auf jeden Schuss an. Den ersten sicheren Punkt steuerte Fabian Otto auf Position vier bei, der sich dank einer hervorragenden zweiten Hälfte auf 379 Ringe schoss. Unmittelbar danach war klar, dass auch Reitz im Spitzenduell mit Schwald punktete, denn seine 386 Ringe waren für Schwald zwei Schüsse vor Ende nicht mehr einzuholen. Und da Maximilian Schenk dank eines sehr konstanten Wettkampfes auf Position fünf ebenfalls starke 377 schoss und Nathalie Schenken noch abfing, stand fest: Der Nordmeister hatte den Titelverteidiger aus dem Wettbewerb geworfen. Und als Krönung kam noch das ganz hervorragende Ergebnis von Lunev (391) dazu. „Ich wusste nicht, wie es stand, ich habe nur gesehen, dass Schuss für Schuss immer die Führung gewechselt hat. Ich bin sehr zufrieden, auch wenn der Start etwas holprig war. Es gibt das ganze Wochenende nur eins: Vollgas! Wir hatten nicht den einfachsten Weg in das Goldfinale, wir hatten zwei sehr starke Gegner, jetzt kommt der härteste Gegner. Wir werden alles geben, um siegreich da rauszugehen.“
Sp.Sch.St.Seb.Pier2000 vs. SV Kelheim-Gmünd 1:3 (1860:1883)
19 Ringe mehr schossen die Kelheimer im Viertelfinale. Aber das hatte für das Halbfinale gegen den Nordzweiten aus Pier nichts zu bedeuten. Denn die Rheinländer wollten bei ihrer zweiten Finalteilnahme unbedingt ihre erste Medaille und dies gleich schon im ersten Anlauf realisieren. Und das sah man auch, Pier schoss munter drauf los und hielt das Match völlig offen. Beispielsweise Miriam Jako an Position eins, die nach der ersten Serie gegen den Schweizer Jason Solar mit 97:96 führte. Oder Markus Kremser eine Position dahinter, der mit zwei Ringen Vorsprung gegenüber Philipp Grimm aus der ersten Serie kam (95:93). Für Kelheim lag vor allem Simon Weiß auf Kurs (93:90 vs. Robin Januszek). Mit einer bärenstarken 99 in der zweiten Serie drehte Solari das Match in der Spitzenposition, Andreas Köppl nahm Tobias Kaulen wertvolle Ringe in der zweiten Serie (94:89) ab. Das Match kippte nun in Richtung Kelheim-Gmünd, die mit Solari, Köppl und Weiß nach drei Serien mit drei, fünf bzw. 16 Ringen vornelagen. So kam es dann auch, diese drei Zähler gingen an den Favoriten, Markus Kremser sorgte für den Ehrenpunkt durch sein 381:377 gegen Grimm. Die Paarung Kögler vs. Schultheiß endete Unentschieden (368:368). Damit zog Kelheim-Gmünd wie in den vergangenen drei Jahren in das Goldfinale ein. „Es ist nicht selbstverständlich im Finale zu stehen. Wir sind superhappy, dass wir dort stehen und morgen geben wir alles, um Gold zu holen. Das ist unser klares Ziel“, sagte Simon Weiß, der persönlich seinen dritten Triumph anstrebt.
Viertelfinals Luftpistole: Ausgeglichene Bilanz zwischen Nord und Süd
So stellt man sich das vor: Zwei Teams aus dem Norden und zwei aus dem Süden bestreiten das Halbfinale, wo es ebenfalls Nord vs. Süd heißt. Die jeweiligen Spitzenteams aus den Ligen setzten sich im Viertelfinale durch.
Ergebnisse Viertelfinale
SV Falke Dasbach vs. ESV Weil am Rhein 1:4 (1846:1872)
Sp.Sch.St.Seb.Pier2000 vs. SV Waldkirch 3:2 (1859:1846)
PSV Olympia Berlin vs. SV Kelheim-Gmünd 2:3 (1861:1878)
SV 1935 Kriftel vs. KKS Hambrücken 4:1 (1895:1878)
SV 1935 Kriftel vs. KKS Hambrücken 4:1 (1895:1878)
Kriftel war – wieder einmal – ungeschlagen Nordmeister geworden und musste damit als Favorit in das Duell mit dem Süd-Vierten Hambrücken gehen. Doch allein das Duell an Position eins, Christian Reitz vs. Robin Walter, versprach Dramatik und Qualität pur. Und Walter machte gleich eine Ansage und sorgte für die erste vielbejubelte 100 bei den Pistolenschützen an diesem Tag und baute somit mächtig Druck auf seinen Nationalmannschaftskollegen Reitz (96) auf. Erst sein 15. Schuss war keine Zehn (!), Reitz verkürzte mit einer 99 in der zweiten Serie aber auch zwei Ringe Rückstand. Für einen guten Start der Hessen sorgte Oliver Geis auf Position fünf, der seinem Konkurrenten Marco Wußler mit 92:87 gleich fünf Ringe abnahm. Die drei anderen Paarungen waren allesamt umkämpft, die Tendenz sprach minimal pro Kriftel, ehe das Pendel dann doch deutlicher für Kriftel ausschlug. Ruslan Lunev auf Position zwei, Dominik Sänger auf der Drei, Fabian Otto an der Vier und Geis ganz hinten steuerten auf Punktgewinne zu. Das extrem hochklassige Duell zwischen dem Olympia-Fünften und dem Olympia-Sechsten von Paris, Reitz und Walter, endete 394:387 für Walter, der den Wettkampf mit einer 10,9 beendete und immerhin für den Ehrenpunkt sorgte.
PSV Olympia Berlin vs. SV Kelheim-Gmünd 2:3 (1861:1878)
Das Duell der fünffachen Titelträger versprach Spannung pur: Auf der einen Seite die mit den starken Nachwuchs-Talenten David Obenaus und Leon Kabisch startenden Berliner, auf der anderen Seite der Südmeister mit etablierten Kräften, angeführt vom Schweizer Jason Solari und DSB-Athlet Philipp Grimm. Aber der Start misslang den favorisierten Bayern, Simon Weiß und Christoph Schultheiß schossen früh jeweils eine Sieben. Solari bog dagegen früh auf den Punktgewinn zu, nach der ersten Serie führte er mit sechs Ringen gegenüber Ciangamilli (98:92). Das gegenteilige Bild bot sich auf Position vier, auf der Wojciech Knapik deutlich gegen Weiß (95:89) in Führung ging. Im Duell Routine gegen Jugend deutete spätestens nach einer 98 in der dritten Serie Vieles für den Punktgewinn von Grimm gegen Obenaus hin. In den drei übrigen Paarungen ging es deutlich enger zu, sodass erneut ein knapper Ausgang zu erwarten war. Solari und Grimm punkteten mit 382 bzw. 379 sicher, den dritten Punkt zum Sieg steuerte Schultheiß zu, der sich nach seinem Fehlstart (90 Ringe in Serie eins) deutlich steigerte und am Ende 372 Ringe aufwies. Leon Kabisch (377) und Knapik (371) sorgten für die zwei Berliner Zähler.
Sp.Sch.St.Seb.Pier2000 vs. SV Waldkirch 3:2 (1859:1846)
Als völlig offen sahen Experten den Ausgang dieses Viertelfinals an. Doch die Rheinländer aus Pier machten von Beginn an klar, dass sie mit Vehemenz und Überzeugung in das Halbfinale wollten. Auf allen fünf Positionen lag Pier nach der ersten Serie vorne, dabei hatten Markus Kremser (gegen Ole-Harald Aas) auf der zwei und Shane Verbist (gegen Ronja Gmeinder) auf der fünf satte fünf Ringe Vorsprung herausgeschossen. Die Hochrechnung sah nach der Hälfte des Wettkampfes einen 5:0-Erfolg von Pier voraus, doch gerade auf Position eins stemmte sich Alexander Kindig nach Kräften gegen eine Niederlage gegen Miriam Jako. Und als die Ungarin mit dem 40. und letzten Schuss eine Acht schoss, ging der Punkt in der Tat noch an Kindig (380:379). Und auch Theresia Baamann drehte auf Position das Match gegen Tobias Kaulen (367:365), was dennoch nicht reichte. Denn Pier punktete mit Markus Kremser, Robin Januszek und Shane Verbist. Wobei Kremser ein echtes Kuriosum lieferte: Trotz einer Vier (!) im 29. Schuss stand er am Ende bei hervorragenden 381 Ringen.
SV Falke Dasbach vs. ESV Weil am Rhein 1:4 (1846:1872)
Titelverteidiger ESV Weil am Rhein mit Spitzenschütze Michael Schwald ging als Favorit in das Duell mit dem Nord-Dritten SV Falke Dasbach. Aber der hessische Außenseiter hielt sich in der ersten Serie sehr gut, lediglich auf Position eins – Schwald gegen Mattis Hembre – gab es eine größere Differenz (96:92). Die machte Hembre zwar in der zweiten Serie wett (98:94), doch mit der dritten Serie war die Vorentscheidung für Schwald und Weil in dieser Paarung gefallen (96:90). Dagegen ließen die Hochrechnungen auf hessische Punkte an den Positionen zwei (Philipp Haas vs. Cedric Grisoni) und fünf (Matthias Schwender vs. Sylvain Garconnot) schließen. Den ersten faktischen Punkt sicherte Enrico Schaich auf Position vier, der sich sicher mit 375:364 gegen Lars Braun durchsetzte. Kurze Zeit später war der am Ende souveräne Favoritensieg unter Dach und Fach, denn Schwald, Grisoni, der das Match zum 370:369 noch drehte, und Patrick Meyer punkteten. Den Ehrenpunkt steuerte Schwender bei.
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