Finale Bogen

Querum

SV Querum stellt bisherigen Saisonrekord auf

Mit über 9,7 Ringen pro Pfeil im Schnitt, hat der SV Querum den bisherigen Saisonrekord aufgestellt. Mit der Unterstützung ihrer Fans erzielten die Sportler von Trainerin Petra Kastellan beim Heimkampf in Braunschweig in 27 der 29 Passen eine Ringzahl von 57 oder mehr. In der Bundesliga-Saison 2015/2016 konnte dieses Ergebnis bisher weder in der Bundesliga Nord, noch in der Bundesliga Süd erreicht werden. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass an diesem Tag keines der sieben Matches verloren ging. Damit konnten sich die Sportler aus Braunschweig für den schwächeren zweiten Wettkampf beim BSC Laufdorf revanchieren, an dem sie gleich drei Niederlagen einstecken mussten.

Auch deshalb blicken die Niedersachsen mit gemischten Gefühlen auf den bisherigen Saisonverlauf zurück. In zwei von drei Wettkämpfen blieben die Sportler – dank starker Mannschaftsleistung – ohne jegliche Niederlage. Doch beim Wettkampf in Schöffengrund, ohne Ihren Kaderschützen Florian Floto angetreten, konnten die Sportler nicht an die gewohnten Leistungen anknüpfen, so stand am Ende ein ausgeglichener Punktestand von 7:7 Punkten auf der Anzeigetafel. Das zeigt einmal mehr, dass die Top-Teams sehr eng beisammen sind und oft nur Kleinigkeiten den Ausschlag über Sieg oder Niederlage geben.

Beim letzten Wettkampf in Dauelsen werden die Braunschweiger noch einmal alles geben, um sich eine optimale Ausgangsposition für das Finale zu verschaffen, dabei müssen sie erneut auf Florian Floto verzichten, der mit der Nationalmannschaft unterwegs ist. Aber wenn alles zusammen passt, scheint das Ziel, das Treppchen beim Saisonfinale zu erreichen, durchaus realistisch. Dafür müssen die Sportler Florian Floto, Heiko Keib, Thomas Hasenfuß, Hendric Schüttenberg und Jens Pieper allerdings ähnlich gute Leistungen zeigen, wie am dritten Wettkampftag in eigener Halle.

Aber egal, welches Resultat am Ende heraus springt, die Mannschaftskasse wird auf jeden Fall geplündert und ein Mannschaftsgrillen veranstaltet. Dazu ertönt dann vermutlich auch der Song „Da Da Da“, bekannt aus der Neuen Deutschen Welle, welches neben „Hells Bells“ von ACDC bei keiner Feier der Braunschweiger fehlen darf.

„Die Truppe macht einfach Spaß“ bilanziert die Trainerin. Damit meint sie aber nicht nur die Wettkämpfe, sondern auch das gemeinsame Essen und Miteinander nach den Spieltagen. Ob sich die Sportler am Ende der Saison „nur“ mit dem Spaß zufrieden geben, ist jedoch zu bezweifeln. Schließlich standen die Schützen des SV Querum in den vergangenen vier Jahren dreimal auf dem Treppchen. Um dort ganz oben zu stehen, da sind sich die Athleten von Petra Kastellan aber sicher, gilt es in diesem Jahr die Schützen aus Herne zu schlagen.

Ob die Bogensportler aus Herne ihrer Favoritenrolle gerecht werden und die Athleten aus Braunschweig auf dem Podest landen, sehen wir am 20.02.2016 beim Bundesligafinale in Wiesbaden.

Autor: Stefan Ernst

Team BSG Ebersberg

BSG Ebersberg
Jugend forscht bei der BSG Ebersberg

Mit viel Begeisterung hat sich die BogenSportGemeinschaft aus Ebersberg auf die neue Saison in der deutschen Bogen-Elite-Liga vorbereitet. Nachdem bei der vergangenen Meisterschaftsendrunde in Blankenfelde ein guter fünfter Platz belegt werden konnte, hoffen die Oberbayern mindestens dieses Ergebnis wiederholen zu können. Dazu hat sich die BSG mit dem DSB-Kaderschützen Andreas Mayr nochmals verstärkt.

Zu Saisonbeginn wurden die Chancen auf das Erreichen des Bundesligafinales noch als „reell“ bezeichnet, mittlerweile ist es Realität geworden. Auch wenn rechnerisch noch nicht alles in trockenen Tüchern ist, kann die Bogensportgemeinschaft ihre Planungen für das Finale vornehmen.

Bereits beim ersten Wettkampf in Tacherting hat sich gezeigt, dass Ebersberg zu den Top-Teams der Bundesliga Süd zählt. Bei den jeweiligen direkten Duellen gegen die beiden Favoriten Welzheim und Tacherting ging zwar der letzte Durchgang, trotz guter Leistung, an das gegnerische Team, doch mittlerweile rangiert die BSG gar an zweiter Stelle der Tabelle. Dabei stellen die Ebersberger „Hells Bells“ eine der jüngsten Mannschaften der Liga, die im Schnitt nicht einmal das zwanzigste Lebensjahr erreicht hat.

Aus der anfänglichen Schwäche eine Stärke machen, lautet die Devise von Trainer Andreas Blaschke. Deswegen sieht er seine Schützen am liebsten in Duellen mit den stärksten Teams der Liga. Denn dort könne man lernen, wie mit einem engen Match umzugehen ist, so der Übungsleiter. Schließlich blicken die meisten seiner Schützen noch auf eine überschaubare Zeit in der deutschen Elite-Liga zurück. Auch wenn die jungen Sportler oft mit einer Unbekümmertheit an die wichtigen Duelle herangehen, hilft eben die Erfahrung bei engen Situationen den Pfeil einmal mehr ins Gold zu zielen.

Beim vergangenen Wettkampf in Fellbach steigerten die Oberbayern ihren persönlichen Saisonbestwert noch einmal auf einen sehenswerten Satzschnitt von 57,3 von 60 möglichen Ringen. Aus den letzten 15 Begegnungen ging die Mannschaft von Andreas Blaschke lediglich zweimal als Verlierer vom Platz und gewann ganze elf Partien. Mit Maximilian Weckmüller, Marc Rudow, Andreas Mayr und Michelle Kroppen kommen bei den Oberbayern vier Kaderathleten zum Zuge und bilden mit den Routiniers Tobias Hanneder, Krzysztof Skrzydel und Christian Höck ein schlagkräftiges Team

Große Anerkennung zollt die BSG Ebersberg speziell ihrem direkten Nachbarn: „Für den Bogensport, insbesondere für das Bundesligaschießen, ist das, was die FSG Tacherting mit ihrer Liveübertragung ins Internet durchgeführt hat, eine super Werbung,“ kommentieren die Sportler das Engagement einstimmig.

Für das Saisonfinale in Wiesbaden geben sich die Oberbayern sehr selbstbewusst. Zwar sehen sie die Mannschaften aus dem Norden mit leichten Vorteilen beim Kampf um den Meisterspiegel, doch werden die Karten beim Finale neu gemischt und bei einer entsprechend guten Tagesform, kann durchaus in den Kampf um die Medaillen eingegriffen werden. Ob die Sportler der BSG Ebersberg eine Medaille in den Händen halten werden, wird sich am 20. Februar in der Sporthalle am Platz der Deutschen Einheit in Wiesbaden zeigen.

Autor Stefan Ernst

 

Herne Mannschaft

Sherwood BSC Herne schielt auf die Medaillen

Auch wenn sich die meisten Teams bei der Nennung eines Favoriten bedeckt halten, fällt häufig der Name des Sherwood BSC Herne. Das ist nicht grundlos, wie die bisherige Saison zeigt. In einer sehr starken Gruppe Nord weisen die Schützen aus Herne bei bislang elf Siegen, zwei Unentschieden und einer Niederlage die beste Bilanz auf. Dabei sind die Sherwood-Schützen nicht optimal, mit einem 5:5-Unentschieden gegen den BSC Laufdorf, in die Saison gestartet. Danach kamen sie aber immer besser in Fahrt und ließen bis auf die Matches gegen Querum und Berlin nichts mehr anbrennen.

Für das Finale in Wiesbaden können die Schützen aus Herne fast schon planen, schließlich liegen sie, mit elf Punkten Vorsprung auf den fünften Platz, souverän an der Tabellenspitze der Bundesliga Nord. Für welche Ausgangsposition es dann reicht, kann aber noch niemand sagen, da auch die anderen Mannschaften der Liga, insbesondere Berlin, Dauelsen und Querum noch Ambitionen auf den ersten Tabellenplatz der Bundesliga Nord haben.

Ein Blick auf die letzten Jahre macht deutlich, welches Ziel die Herner beim Saisonfinale anstreben. „Unser Ziel ist eigentlich immer eine Medaille mitzubringen“, gibt sich der Ex-Nationalkaderschütze Christopher Ginzel selbstbewusst. In den letzten fünf Jahren konnten sie zwei Mal den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters erreichen und zusätzlich noch einen weiteren zweiten Platz. Um diese Bilanz weiter auszubauen, setzen die Westfalen auf ein eingespieltes Team. Mit Jan-Christopher Ginzel, Lukas Winkelmayer, Raphael Poppenborg, Tim Großmann, Marius Neyer und dem, in der letzten Saison dazu gestoßenen 19 jährigen Carlo Schmitz, gehen dieselben Schützen wie im vergangenen Jahr an die Schießlinie.

Um das Gemeinschaftsgefühl des Teams zu stärken und sich für die starken Leistungen zu belohnen, geht es nach jedem Wettkampftag zu einem bekannten Burger-Schnellrestaurant. Eine andere Belohnung würden sich die Sherwood-Schützen auch gerne noch verdienen: „Beim 14:0 gibt es vom Chef ´ne Kiste Bier“ lässt Teamsprecher Ginzel wissen. Es darf aber bezweifelt werden, dass dieses Saisonziel noch erreicht wird. Schließlich wird die Konkurrenz mit diesem Wissen noch angespornter sein, die Schützen aus Herne zu schlagen.

Für das Bundesligafinale sieht der Sherwood BSC Herne keinen Favoriten. Jeder der starken Vereine habe es selbst in der Hand, im Kampf um die Medaillen einzugreifen, lautet die Meinung der Mannschaft. Ob sich bis zum Finale am 20.02.2016 in Wiesbaden ein Favorit heraus kristallisiert, wird sich bei den beiden abschließenden Wettkämpfen zeigen.

Autor: Stefan Ernst

 

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SSG Vogel Östringen
Der Wiederaufsteiger setzt das erste Ausrufezeichen

 Am ersten Wettkampf fehlte der SSG Vogel Östringen noch des Öfteren das kleine Quäntchen Glück. Der Wiederaufsteiger, angetreten mit dem Saisonziel Klassenerhaltet, verlor alleine viermal den entscheidenden fünften Satz. Beim zweiten Wettkampf in Pressath trumpfte die Mannschaft aber groß auf und zeigte ein ganz anderes Gesicht. Unter anderem wurde die FSG Tacherting, nach beinahe fehlerfreier Leistung, geschlagen und den bis dato verlustpunktfreien Welzheimern ein Punkt abgetrotzt.

Beim Ligaauftakt konnte die Mannschaft um Claudia Heilig, Cedric Rieger, Daniel Vogel, Wolf-Dieter Vogt, Pit Klein zwar auch überzeugen, doch im Entscheidungssatz fehlte ein ums andere Mal die Kaltschnäuzigkeit, die Punkte nach Hause zu fahren. So beendeten die Östringer den Saisonstart auf dem sechsten Tabellenplatz. Der Blick auf die Tabelle sieht nach dem zweiten Wettkampf aber definitiv besser aus. Nach fünf Siegen und einem Unentschieden, bei nur einer Niederlage, kletterte die Sportschützengemeinschaft auf den vierten Tabellenplatz, der gleichzeitig die Qualifikation für das Bundesligafinale bedeuten würde. Mit nun zehn Punkten Vorsprung auf den siebten Platz, können die Östringer auch schon für das nächste Bundesliga-Jahr planen.

„Heute war für uns ein großer Erfolg. Wir müssen aber auf dem Boden der Tatsachen bleiben und dürfen die nächsten Matches nicht auf die leichte Schulter nehmen. Wir hatten sehr viel Spaß und so lange das so bleibt, werden wir mit dem Ergebnis zufrieden sein, egal welchen Rang wir im Endeffekt belegen“, so die Mannschaft nach einem hervorragendem Wettkampf in Pressath. Besonders bei den Matches gegen die drei Vereine von der Tabellenspitze konnte die SSG mit durchschnittlich über 9,5 Ringen pro Pfeil überzeugen. Beim Sieg gegen die FSG Tacherting war es satzübergreifend gar ein Schnitt von fast 58 von 60 möglichen Ringen. Auch wenn solche Glanzlichter direkt von der Finalteilnahme träumen lassen, sind sich die Schützen um Kaderathlet Cedric Rieger sicher, dass es bis zum Ende der Saison einen harten Kampf um den vierten Platz geben wird. Schließlich liegt das Niveau der Teams von Rang vier bis Rang acht eng beieinander.

Nach zwei weiten Reisen zu Beginn der Saison, freuen sich die Schützen der SSG jetzt auf die kurzen Wege nach Fellbach und Welzheim, wo sie an den kommenden Wettkämpfen die erforderlichen Punkte für den Klassenerhalt einfahren wollen. Wenn es dann gar zu dem Erreichen des Bundesligafinales kommen sollte, bezweifeln die Östringer jedoch, dass sich eines der Teams aus dem Süden durchsetzen kann. Zwar befindet sich die SGi Welzheim momentan in bestechender Form, aber gegen die Top-Teams aus dem Norden wird das vermutlich nicht reichen, so Teamchefin Claudia Heilig. Wer sich am Ende der Saison Deutscher Mannschaftsmeister nennen darf, sehen wir dann am 20.02.2016 beim Bundesligafinale in Wiesbaden.

Autor: Stefan Ernst

Berlin Team

BSC BB-Berlin
Mit Kuchen zum Finale

Die Vorzeichen für die aktuelle Bundesliga Saison hätten kaum besser sein können. Das eingespielte Team der Nationalkaderschützinnen sowie Erik Skoeries konnte unverändert in die Saison starten. Ebenfalls ist die Motivation nach dem verpassten Meistertitel der Vorsaison riesig. Nach einem denkbar knappen 5:6 im Finale gegen den SV Dauelsen standen die Berliner Schützinnen und Schützen “nur“ auf dem zweiten Platz und konnten wiedermal nicht das oberste Treppchen besteigen. Das soll sich in dieser Saison im besten Fall ändern.

Nach dem zweiten Wettkampf stehen die Hauptstädter aber nur auf einem mäßigen vierten Platz. Insgesamt mussten die Sportler/innen aus Berlin auch schon vier Niederlagen einstecken. Im Vergleich dazu weisen die Schützen aus Welzheim bei einem Unentschieden und die Schützen aus Herne bei einer Niederlage und zwei Unentschieden eine deutlich weißere Weste auf. Aber eben diese Niederlage der Sherwood-Schützen stammt aus dem Match mit den Hauptstädtern. Dieses Match und der Mannschaftsdurchschnittswert vom 2. Wettkampf zeigen, dass der aktuelle Tabellenstand nur eine Momentaufnahme sein kann. Schließlich haben Lisa Unruh, Elena Richter und Eric Skoeries in Laufdorf mit einem Satzdurchschnitt von 57,6 Ringen durchaus überzeugen können. Und dazu steht mit Karina Winter noch die amtierende Goldmedaillengewinnerin der Europaspiele im Kader, die bisher noch nicht ihr Können an der Schießlinie gezeigt hat.

Trotzdem könnte es nochmal eng werden, da sich am letzten Wettkampftag der gesamte Bundeskader bei einer Trainingsmaßnahme befindet und daher die Zweitligamannschaft in die Bresche springen muss. Sollte daher am dritten Wettkampftag nicht bereits der Finaleinzug gesichert sein, liegt die Last der Qualifikation auf den Schultern der Nachwuchsathleten, von denen viele dem DSB C-Kader angehören. Am dritten Wettkampftag fällt also die Vorentscheidung.

Das Team wird bis zum Ende der Saison versuchen, sich möglichst viele Kuchen zu verdienen, die von der Betreuerin bei jeder Passe mit 60 Ringen gebacken werden. Die Ausbeute im bisherigen Saisonverlauf ist mit einer 60 Passe noch sehr überschaubar ausgefallen, dies soll sich bis zum Finale in auf jeden Fall ändern.

Beim Bundesliga Finale am 20.02.16 in Wiesbaden werden die Karten dann wieder neu gemischt und vielleicht können die Hauptstädter nach neun Jahren auch mal wieder den Meisterspiegel in den eigenen Händen halten. Die nötige Klasse sollte die Mannschaft besitzen.

Autor: Stefan Ernst

 

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MASA BSC Mülheim

Der Meister der abgelaufenen 2. Bundesliga Nord ist nicht wie erhofft in seine vierte Erstligasaison gestartet. Zwar konnte die Mannschaft von Trainer Andreas Mayer am zweiten Wettkampf dem Tabellenspitzenreiter Sherwood BSC Herne beim 4:6 bis zuletzt Paroli bieten und überraschend den SV Querum schlagen, doch mit der abschließenden Niederlage gegen die SG Norderstedt wurde den Erwartungen der Mühlheimer ein enormer Dämpfer verpasst. Das für realistisch gehaltene Ziel, die Saison auf dem 5. Platz zu beenden, scheint nach dem 2. Wettkampf schon fast in aussichtsloser Ferne geraten zu sein.

Den Mühlheimern sollte ein Blick auf die Statistiken aber Mut machen. Jeder einzelne Schütze konnte sich am zweiten Wettkampf in Laufdorf, verglichen zum ersten Wettkampf, deutlich verbessern. Mit einem Saisondurchschnitt von 9,27 von 10 Ringen hätte das Team mit den Schützen Martin Sokalla, Roland Sokalla, Ralf Dill-Roth, Ralf Schützhold und Matthias Bretz in der Bundesliga Süd mit dem Abstieg vermutlich auch nichts zu tun. Aber um dem hohen Niveau der 1. Bundesliga Nord in dieser Saison Stand zu halten, müssen alle Schützen immer ihr Bestes geben, damit am Ende der Saison nicht der direkte Wiederabstieg steht. Beispielhaft erreichten beim 2. Wettkampf in Laufdorf alle Mannschaften mindestens einen Schnitt von 56 Ringen bei sechs Pfeilen.

Auf den Plätzen sechs, sieben und acht in der Bundesliga Nord geht es daher erdenklich knapp zu. Bisher scheint kaum ein Leistungsunterschied auszumachen zu sein. Die drei Mannschaften SG Norderstedt, KKB Köln und MASA Mühlheim trennen nur einen Punkt, wobei das Satzverhältnis auch beinahe identisch ist. Für die kommenden Wettbewerbe gilt für die Ruhrstädter, sich gegen die direkten Konkurrenten durchzusetzen und die „4-Punkte-Matches“ zu eigenen Gunsten zu entscheiden. Dabei sind sich die Mülheimer selbst ihr größter Konkurrent, wie Betreuer Heinz Korth anmerkt.

Auf eines wollen sich die Schützen von Trainer Andreas Mayer aber schon einmal festlegen, der Titel des deutschen Mannschaftsmeisters wird in diesem Jahr nur über den Sherwood BSC Herne gehen. Ob sich diese Vermutung bewahrheiten wird, sehen wir am 20.02.2016 in Wiesbaden beim Bundesliga Finale.

Autor: Stefan Ernst

 

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SGI Welzheim

SGi auch in veränderter Besetzung unschlagbar

Noch vor dem ersten Wettkampf sahen die Schützen der SGi Welzheim der Saison mit gemischten Gefühlen entgegen. „Das Erreichen des Bundesliga Finales in Wiesbaden könnte in dieser Saison schwer werden“ kommentierte Manfred Baum, 1. Vorsitzender der SGi Welzheim. Schließlich wurde die Mannschaft zum Saisonbeginn auf zwei Positionen umgestellt, denn die Schützen Jeff Henkels und Simeon Schaaf hatten erst wieder mit dem Aufbautraining begonnen. Doch die Nachwuchstalente Yannic Heinkels und Sven Herzig machten Ihre Sache so gut, so dass am ersten Wettkampftag alle Matches gewonnen werden konnten. Am zweiten Wettkampftag trat dann erstmals Jeff Henckels an die Schießlinie und auch hier leisteten sich die Württemberger lediglich ein Unentschieden und stehen damit ungeschlagen an der Tabellenspitze.

Besonders eindrucksvoll waren dabei die Siege im Prestigeduell gegen die FSG Tacherting, die letztendlich zweimal sehr deutlich mit 6:0 gewonnen wurden. Der Mannschaftsschnitt mit über 9,6 Ringen pro Pfeil lässt sich ebenfalls sehen und stellt ligaübergreifend den Spitzenwert dar.

Neben der FSG Tacherting sehen die Welzheimer in der BSG Ebersberg die größten Konkurrenten im Kampf um den Gruppensieg in der Bundesliga Süd. Aber auch die SSG Vogel Östringen schickt sich an, ein Gegner auf Augenhöhe zu werden. Schließlich konnte die Schützengilde aus Welzheim am ersten Wettkampftag nur ein knappes 6:4 verbuchen und kam beim 2. Wettkampf sogar nicht über ein 5:5 hinaus. Um den Einzug ins Finale in Wiesbaden macht sich in Welzheim aber niemand mehr Sorgen. Vielleicht kann die Schützengilde am nächsten Wettkampf schon die nötigen Punkte einfahren und alles klar machen, sodass die Mannschaft bei ihrem Heimkampf am 06. Februar ganz entspannt an die Schießlinie gehen kann. Falls das wirklich der Fall sein sollte, verspricht aber der Anspruch des Teams, den heimischen Fans die bestmögliche Leistung und viele Pfeile im Gold zu zeigen.

Bei einem Punkt ist sich die Mannschaft um den Nationalmannschaftsschützen Christian Weiss auch sicher. Wenn sie das Bundesliga Finale am 20.02.16 erreichen, dann wird die SGi mit einem vollgepacktem Fanbus in Richtung Wiesbaden aufbrechen. Schließlich werden mit der Ausrichtung in einer großen Multifunktionshalle neue Maßstäbe gesetzt.

Das Saisonziel wurde nach dem zweiten Wettkampf nach oben gesetzt. Zu Saisonbeginn noch das Erreichen des Finales als Ziel, streben die Schützen aber spätestens nach dem zweiten Wettkampf nach mehr und hoffen auch in Wiesbaden ein Wort um die Medaillen mitreden zu können.

 

Mannschaftsfoto SG Freiburg

SG Freiburg trotzt den Umständen
Mit Teamgeist zum Klassenerhalt

Der erste Wettkampf in Tacherting startete für die Schützen aus dem Breisgau sehr ernüchternd. Nach den ersten drei Begegnungen standen null Punkte auf dem Konto und die Satzdifferenz sprach mit „-16“ Bände. Auch das anschließende Duell gegen die SK Fellbach-Schmiden ging verloren, aber erst im letzten Satz bei einem Ring Unterschied. Von den folgenden drei Begegnungen sollten die Schützen aus Freiburg keine mehr verlieren, obwohl die Breisgauer jeweils deutlich zurück lagen und teilweise nur Haaresbreite einer Niederlage entgingen. Doch mit einer enormen Energieleistung konnten die Schützen der SG in den letzten drei Begegnungen jeweils die letzten beiden Sätze für sich entscheiden und sich so zwei Remis und einen Sieg sichern.

Auch wenn der Wettkampf in Tacherting einigermaßen hoffnungsvoll beendet wurde, hätten die Vorzeichen für die kommenden Wettkämpfe wohl kaum schlechter sein können. Bis zum Saisonende fallen der SG aus Freiburg zwei Schützen aus. Somit ist die Marschroute ganz klar: „Platz 6, das rettende Ufer“ steckt Trainer Martin Cornils das erklärte Saisonziel. Für unrealistisch halten die Breisgauer die Vorgabe aber nicht, doch dafür müssen sie schon an ihre Leistungsgrenzen gehen, da sind sie sich sicher.

Neben dem Leistungsdruck und dem sportlichen Ehrgeiz, wollen sich die Schützen der SG Freiburg den Spaß in der Gruppe aber auf keinen Fall nehmen lassen. Das Kartenspielen vor Beginn eines jeden Liga-Wettkampfes oder der Schlachtruf vor dem ersten Match sind Rituale, die zur Einstimmung auf jeden Wettkampf dienen und das „Wir-Gefühl“ der Mannschaft stärken. Besonders sind auch die Fahrten zu den Wettkämpfen, die zu sechst im „Mannschaftsbus“ – einem Ford S-Max – unternommen werden. Nach dem zweiten Wettkampf in Pressath können die Schützen aus Freiburg dann bereits auf viele gemeinsame Stunden und mehr als 1.000 Kilometer im „Mannschaftsbus“ zurück blicken. Die Vergangenheit zeigt, dass eben eine solche Verschworenheit oft ein entscheidender Faktor für das erfolgreiche Abschneiden des Teams war. Womöglich kann es auch für die SG Freiburg in dieser Saison ausschlaggebend für den Klassenverbleib sein.

Und die Klasse halten will die junge Mannschaft, mit einem Durchschnittsalter von 22 Jahren, auf jeden Fall. „Es macht Spaß und ist eine Ehre Bogen-Bundesliga zu schießen. Wir geben unser Bestes das auch weiterhin zu dürfen – Hopp Schwiiz“ fasst Martin Cornils passend zusammen. Die Sportler Henrik Elsasser, Adrian Faber, Eike Jacob und Pascal Langer vereint aber nicht nur die Liebe zum Bogensport, sondern auch die Leidenschaft für Bärte, das Lied „Obey the Beard“ von Psychostick beschreibt das Motto des Teams treffend.

Für den weiteren Saisonverlauf sehen die Breisgauer die Schützen aus Welzheim, Tacherting und Ebersberg weiterhin an der Tabellenspitze der Bundesliga Süd. „Beim Bundesliga-Finale sind Querum, Herne, Dauelsen und Berlin aber sicherlich die größten Favoriten“, sind sich die Freiburger einig, hoffen aber gleichzeitig, dass die Mannschaften aus dem Süden bei der Vergabe der Medaillen ein Wörtchen mitsprechen können. Ob es wie zuletzt zu einer Dominanz durch den Norden kommt, wird sich am 20.02.2016 in Wiesbaden zeigen.

Autor: Stefan Ernst

 

Tacherting Mannschaft 2015-16

Die FSG Tacherting setzt Maßstäbe

Heimkampf wird zur Multimedia-Veranstaltung

Mit großem Engagement haben die Oberbayern einen Wettkampf „dahoam“ organisiert, der seinesgleichen sucht. Wie bereits im vergangenen Jahr, konnte der Heimkampf in Tacherting über einen Livestream im Internet verfolgt werden. Neben dem außergewöhnlichen technischen Aufwand wurde den zahlreichen Zuschauer ein Wettkampf auf hohem Niveau geboten. Dabei musste sich die Heimmannschaft mit dem zweiten Platz in der Abschlusstabelle des ersten Wettkampftages „begnügen“.

Nach sechs Siegen in Folge, kam es im letzten Aufeinandertreffen zum Duell mit den langjährigen Kontrahenten aus Welzheim. Gegen einen starken Gegner reichte eine eher mäßige Leistung nicht aus und so wurde das Match klar mit 0:6 verloren. Dennoch sieht der sportliche Leiter der FSG Armin Garnreiter das Erreichen des Bundesliga-Finales nur als Zwischenziel. „Ein gutes Abschneiden in der Gruppenphase des Finales steht im Fokus. Dann ist für jeden alles möglich“ meint der mehrfache Deutsche Meister. Dazu können die Oberbayern neben den eingesetzten Schützen Veronika Haidn-Tchalova, Katharina Bauer und Felix Wieser mit Daniel Hartmann, Christoph Banierl und Lukas Mayer auf weitere hochklassige Schützen zurückgreifen.

Mit drei aktuellen DSB-Kaderschützen stellt die FSG eine international erfahrene Truppe, die einen enormen Anspruch an sich selbst hat. Entgegen der letzten Jahre wollen die Oberbayern besonders im Bundesliga-Finale in Wiesbaden überzeugen. Schließlich konnte in den vergangenen drei Jahren keine Podestplatzierung beim Saisonabschluss erreicht werden. Und die letzte Meisterschaft der Schützen aus Tacherting, aus dem Jahre 2008, liegt nun immerhin auch schon sieben Jahre zurück.

Neben dem Dauerrivalen, der SGi Welzheim, sehen die Oberbayern auch die Schützen der BSG Ebersberg auf Augenhöhe. Die Konkurrenten aus dem Freistaat konnten zwar mit 7:3 geschlagen werden, dabei profitierten die Tachertinger aber vom letztjährig eingeführten Satzmodus. Nach 30 Pfeilen konnte sich nämlich keine der beiden Mannschaften absetzen und erzielten jeweils 283 Punkte.

Im weiteren Saisonverlauf will die Mannschaft um ihren sportlichen Leiter Armin Garnreiter konzentriert von Wettkampf zu Wettkampf denken. Ob es dann für das Finale in Wiesbaden reichen wird und dort die Gruppenphase eventuell überstanden werden kann, wird sich erst im Laufe der nächsten Monate zeigen. Außerdem ist noch offen, wie gut die Mannschaften aus dem Süden gegen die starken Teams aus dem Norden mithalten können. Schließlich wurden beim vergangenen Bundesliga-Finale die ersten vier Plätze durch die Teams aus dem Norden belegt. Einen direkten Favoriten für den Saisonabschluss am 20.02.16 in Wiesbaden sehen die Bogenschützen aus Tacherting aber noch nicht.

Autor: Stefan Ernst

 

 

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„Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren.“ (Berthold Brecht)
So lautet das Motto der Bogenschützen der SG Eichenlaub Pressath.

Bereits seit 1983 fliegen in Pressath die Pfeile. Zuerst aus Spaß im Garten eines Vereinsmitglieds und kurz danach auch im ordentlichen Sportbetrieb bei Gau- und Bezirksmeisterschaften. 2010 stieg der kleine Verein aus der Oberpfalz dann in die 1. Bundesliga auf. Das Intermezzo dauerte ein Jahr, dann musste die SG wieder in die Zweitklassigkeit zurück und im Jahr darauf reichte es sogar nur für die Regionalliga. Aber die Eichenlaub-Schützen ließen sich nicht beirren, stiegen direkt wieder auf, platzierten sich im kommenden Jahr im Mittelfeld und konnten, nach einer hervorragenden Saison 2015, wieder in das Oberhaus der Deutschen Bogensport-Liga aufrücken. Dabei stellt das Team mit Christian Späth, Hubert Schulze, Andreas Maier und Georg Fuchs, die allesamt Eigengewächse sind, eine gute Mischung aus alten und jungen Bogensportlern.

Der erste Wettkampf machte direkt einmal deutlich, wie hart der Kampf um den Klassenverbleib wird. Die Schützen aus der Oberpfalz sind mit einem sieglosen Wettkampf gestartet und haben dabei gegen die SG Freiburg noch eine 4:0-Führung aus der Hand gegeben. Doch zeigen sich die Schützen aus Pressath für die nächsten Kämpfe hochmotiviert. “ Es ist extrem schade, dass wir den Ligaauftakt so vergeigt haben.“ Besonders der Mannschaftsschnitt von 8,79 Punkten konnte nicht überzeugen. „Wir können es besser und wollen das bei unserem Heimkampf am 5. Dezember in Pressath auch zeigen“, erklärte Mannschaftskapitän Christian Späth.

Wohin der Weg in der ersten Bundesliga führt, wird sich zeigen. Durch den eingeführten Satzmodus im Ligabetrieb erhofft sich die Mannschaft um Christian Späth viel Spannung und hofft, für die ein oder andere Überraschung sorgen zu können. Dabei freuen sich die Mannen der SG besonders auf die Derbys gegen die anderen bayrischen Mannschaften aus Boxdorf, Ebersberg und Tacherting. Letztgenannte sehen sie neben dem deutschen Rekordmeister SGi Welzheim als Favoriten für den Gruppensieg in der Bundesliga Süd. Doch bei einem Punkt sind sich die Eichenlauber sicher „Egal welche vier Teams aus dem Süden zum Finale nach Wiesbaden fahren, die müssen eine ordentliche Schippe drauflegen, um gegen die mittlerweile sehr starken Teams aus dem Norden bestehen zu können“. Demnach wird es aus Sicht der Oberpfälzer für die Teams aus dem Süden schwer, gegen die Teams aus dem Norden im Bundesliga-Finale in Wiesbaden am 20.02.16 zu bestehen.

Am Samstag, 5. Dezember stationiert die erste Bundesliga wieder in Pressath. Nach den Wettkämpfen der Bezirksliga Oberpfalz am Vormittag, lässt am Nachmittag Deutschlands Bogensport-Elite die Pfeile fliegen.

Autor: Stefan Ernst

 

 

 

Finale Wiesbaden

Ligatagung sagt „Ja“ zu Wiesbaden

 

Wiesbaden. Bei der Tagung der Vereinsvertreter der 1. und 2. Bundesliga Bogen am 21.03.2015 in Wiesbaden votierten die anwesenden Vereine einstimmig für die Vergabe des Bundesligafinals 2016 nach Wiesbaden. Die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft im Bogenschießen findet damit erstmals in Hessen statt. Bundesgeschäftsführer Jörg Brokamp stellte das Konzept persönlich den Vereinsvertretern vor.

 

Er bedankte sich zunächst bei dem Veranstalter des Bundesligafinales 2015, den Blankenfelder BS 08. “Sie haben mit sehr viel Engagement eine hervorragende Veranstaltung auf die Beine gestellt und durch die Verwendung von Lichteffekten neue Maßstäbe gesetzt. Wir werden dieses Konzept weiter ausbauen, um den Bogensport noch besser zu präsentieren“, sagte Brokamp.

 

Die moderne Halle am Platz der Deutschen Einheit wird dem Deutschen Schützenbund kostenfrei von der Stadt zur Verfügung gestellt. „Wir erhoffen uns natürlich noch weitere Unterstützung durch unsere Partner und Sponsoren“, betonte Brokamp. Auch medial ist einiges geplant, die Veranstaltung soll offensiv in den digitalen Medien, den Printmedien und auch im Radio beworben werden. Das größte Ziel ist allerdings eine Präsenz im nationalen Fernsehen zu erreichen.

 

Auch vor Ort hofft der DSB auf großen Zuspruch. „Wir wünschen uns, das Finale vor vollen Rängen durchführen zu können“, steckte Brokamp das Ziel hoch. Die Wiesbadener Bevölkerung soll durch Mitmach-Aktionen und ein attraktives Rahmenprogramm angelockt werden, den Endkampf um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft zu besuchen. Darüber hinaus liegt Wiesbaden zentral in Deutschland und ist von allen Vereinen gut zu erreichen. Das könnte den einen oder anderen Fan dazu bewegen, die Reise in die Landeshauptstadt anzutreten.

 

Bei der Organisation der Veranstaltung rechnet der DSB auch mit der Unterstützung der umliegenden Vereine. Mit dem BSC Oberauroff hat ein Vertreter der 2. Bundesliga bereits seine Mithilfe zugesagt und auch die Burgfalken, der SV Igstadt, der TSV Schlangenbad-Georgenborn sowie die Aarfalken Wehen sind bereit, sich in die Organisation einzubringen.

 

„Wir freuen uns sehr, die große Bogenfamilie im nächsten Jahr in Wiesbaden begrüßen zu können und werden alles tun, um das Bundesligafinale zu einem großen Ereignis werden zu lassen, “ blickt Brokamp zuversichtlich auf den Wettkampf am 20. Februar 2016.

 

Bericht: Claudia Hess